Beatmungsassistent Olaf, Teilnehmer am Diversity-Projekt

Olaf

Er arbeitete lange als Lagerfacharbeiter, absolvierte im Alter von 48 Jahren eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer und arbeitet nun in unserem Hospiz. Hier schildert er, warum er diese Entscheidung nie bereut hat und was ihn an seiner jetzigen Arbeit fasziniert.

Eigentlich bin ich gelernter Schlosser, war aber viele Jahre als Lagerfacharbeiter tätig. Nach der Schließung der Firma meines ehemaligen Arbeitgebers ging ich zum Arbeitsamt. Dort sagte man mir, dass ich zu alt sei. Da war ich 48! Ich kam dann über einen Umweg zu einem Praktikum im Krankenhaus. Mich hat die Pflege und die Arbeit mit Menschen einfach schon immer interessiert. Der damalige Pflegedirektor und die Kolleginnen und Kollegen im Krankenhaus haben mich letzlich dazu motiviert, noch eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer zu machen.

Am 1. September 2012 habe ich meine Ausbildung dann begonnen. Das war am Anfang komisch, denn meine Mitschüler waren 17 und 18 Jahre alt – und auch manche Lehrer waren jünger als ich. Ich war also mit Abstand der Älteste und musste auch erst wieder lernen, zu lernen. Nichtsdestotrotz habe ich letztlich mit Note eins abgeschlossen. Heute habe ich eine abwechslungsreiche und spannende Tätigkeit im Hospiz gefunden, die mich jeden Tag fasziniert.

Was ich hier im Hospiz sehr schätze, ist die Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Von der Geschäftsführung bis zum Team-Kollegen und der Reinigungskraft. Wir sind ein Top-Team!

Meine Faszination für die Arbeit im Hospiz

Bereits während meiner Ausbildung war mir klar, dass ich gern im Hospiz arbeiten würde. Durch die Intensivpflege der Gäste sind die Abläufe im Pflegealltag sehr abwechslungsreich: Ich führe Aromapflege mit Wachkomapatienten durch oder begleite auf Wunsch auch Gäste zum Eis essen. Diese Arbeit fasziniert mich nun schon über zehn Jahre. In dieser Zeit ergriff ich auch die Möglichkeit, mich zum Beatmungsassistenten weiterbilden zu lassen. Daran begeistert mich vor allem die technische Seite, denn die Einstellungen der Geräte müssen am Menschen ganz individuell angepasst werden.

Hier arbeiten unsere Palliativpfleger:innen