Lukas
Mit Motivation und einem Ziel vor Augen: Lukas zeigt, wie ein klarer Plan den erfolgreichen Einstieg in die Pflege ebnet.
Das Freiwilliges Soziales Jahr als Wendepunkt
Im Herbst 2021 begann Lukas ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Altenpflegeheim in Chemnitz. „Ich war damals offen, aber zurückhaltend. Das FSJ hat alles verändert – ich wurde selbstbewusster, kommunikativer, strukturierter.“ Neben seinem Freiwilligendienst nahm er an Bildungstagen und Kursen teil, entwickelte sich fachlich und persönlich weiter. „Ich habe in dieser Zeit mein Leben komplett umgekrempelt.“
Erfolgreicher Einstieg – und klare Ziele
2022 begann Lukas seine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz sowie an unserer schuleigenen Berufsfachschule – dem Bethanien Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe. Praktische und theoretische Ausbildung finden hier auf einem gemeinsamen Gelände statt.
Während der Pflegehelferausbildung erwarb Lukas seinen Realschulabschluss – und sicherte sich damit die Voraussetzung für die anschließende Pflegefachkraftausbildung, die er im Herbst letzten Jahres begonnen hat. „Ich wollte das Wissen, das tiefergehende Verständnis. Das ist für mich wie ein Fundament – Wissen ist goldwert.“
Durch das FSJ hatte ich viele Vorkenntnisse – dadurch fiel mir vieles leichter, und es hat mir richtig Spaß gemacht.
Traut euch! Macht euch euer eigenes Bild von der Pflege. Ein FSJ ist eine super Vorbereitung – und man muss nicht mal ein ganzes Jahr einen Freiwilligendienst machen. Ich bin durch diese Zeit richtig reif geworden.
Früh Verantwortung übernehmen
Schon während der Krankenpflegehelferausbildung lernte Lukas viele Bereiche kennen: Station 3, Station 9, die Endoskopie, die Sterilisation – und besonders intensiv Station 8 (Orthopädie). Dort absolvierte er erfolgreich seine Abschlussprüfung zum Krankenpflegehelfer: „Im Team wurde ich super unterstützt und hab viel gelernt – das hat mich nochmal weiter wachsen lassen.“
Einblick in die Palliativpflege
Derzeit ist Lukas auf der Palliativstation – ein Einsatz, der ihn fachlich und menschlich fordert und bereichert. „Hier ist Raum für Gespräche, Zeit für Zuwendung. Viele Patienten sind noch mobil, und man erlebt wirklich berührende Momente.“ Besonders spannend für ihn: das Verständnis komplexer Krankheitsverläufe. Als er Patient:innen zu endoskopischen Untersuchungen begleitete, bekam er einen intensiven Einblick – etwa in fortgeschrittene Erkrankungen der Speiseröhre. „Wenn man diesen Verlauf mitverfolgt, versteht man medizinische Zusammenhänge viel besser – das ist enorm lehrreich.“
Lernen mit Struktur – und Anspruch
„Die Schule macht mir Spaß – vor allem, wenn der Unterricht gut gestaltet ist.“ Der Unterricht beginnt meist um 7:30 Uhr, montags ist Online-Unterricht mit Videokonferenzen und Aufgaben. Die Tablets, die von der Schule gestellt werden, können nach erfolgreichem Abschluss behalten werden. Zugang zu aktueller Fachliteratur wie dem „I care Pflege“-Lehrwerk und dem CNE-Portal für Fort- und Weiterbildungen runden das digitale Lernangebot ab.
Unterstützung in der Praxis
In den Praxiseinsätzen steht Lukas ein engagiertes Team zur Seite. Praxisanleiter:innen auf jeder Station begleiten die Auszubildenden intensiv. „Sie gehen alles mit uns durch – Krankheitsbilder, Medikamente, Infusionen, Pflegetechniken. Auch wenn man eine Aufgabe schon gut gemacht hat: Wir wiederholen sie, bis sie wirklich sitzt. So wird man sicher.“
Lukas hat einen klaren Plan: „Ich möchte später auf die Intensivstation oder in die Notaufnahme – da, wo schnelle Entscheidungen gefragt sind. Ich will lernen, wie man in kritischen Situationen richtig reagiert.“
Kraft durch Sport – und echte Freundschaft
In seiner Freizeit betreibt Lukas regelmäßig Sport – vor allem Kampfsport (Brasilianisches Jiu Jitsu), Calisthenics und Schwimmen. So schafft er sich Ausgleich und Energie.
Besonders schön: Während der Ausbildung hat er Lauri kennengelernt – seinen Mitschüler, mit dem ihn inzwischen eine echte Freundschaft verbindet.
Vielen Dank, Lukas – für Dein Engagement, Deine Begeisterung und Deinen wertvollen Beitrag zur Pflege von morgen. Für Deinen weiteren Weg wünschen wir Dir von Herzen alles Gute!
(Das Interview wurde im Juli 2025 geführt.)