Lernen, helfen, wachsen

Lauri gibt uns Einblicke in die Pflegeausbildung.

Lauri ist 19 Jahre alt und Auszubildender zum Pflegefachmann an unseren Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz.

Lauris Interesse für medizinische Themen, besonders für die Notfallmedizin, entwickelte sich bereits in der 6. Klasse. Schon als Schüler las er medizinische Fachliteratur, absolvierte ein Praktikum in einem Chemnitzer Krankenhaus und engagierte sich sogar als Ersthelfer an seiner Schule. Sein ursprünglicher Wunsch: Notfallsanitäter werden. Da es in diesem Bereich nur sehr wenige Ausbildungsplätze gibt, entschied sich Lauri nach dem Realschulabschluss für ein Freiwilliges Soziales Jahr in den Zeisigwaldkliniken Bethanien Chemnitz und fand dort seinen Platz.

Ein FSJ-Jahr voller Einblicke und Motivation

Während des einjährigen Freiwilligendienst lernte Lauri zahlreiche Bereiche kennen: die interdisziplinäre Station 10, OP-Vorbereitung, Endoskopie, Urologie, Innere Medizin, Orthopädie, den OP-Saal – und natürlich die Notaufnahme. Letztere hat ihn besonders beeindruckt: „Man sieht dort viele verschiedene, teilweise lebensbedrohliche Notfälle. Hier zählt Konzentration im besonderen Maße – und man erkennt schnell Erfolge.“

Auch der Stationsalltag gefiel ihm: Dort konnte er Patient:innen über längere Zeit begleiten, bei Untersuchungen unterstützen und aktiv in die Pflege eingebunden werden.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr kann helfen, sich zu orientieren und bietet wertvolle Einblicke in den Pflegealltag.

Ausbildung direkt auf dem Krankenhausgelände

Seit September 2024 absolviert Lauri seine Ausbildung zum Pflegefachmann. Dabei gehen Theorie und Praxis Hand in Hand. Die theoretische Ausbildung findet am Bethanien Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe statt, unserer schuleigenen Berufsfachschule direkt auf dem Krankenhausgelände. Gemeinsam mit seiner Klasse lernt Lauri dort praxisnah und im engen Austausch mit erfahrenen Lehrkräften.

Die Ausbildung ist in Theorie- und Praxisblöcke gegliedert: Im ersten Lehrjahr erfolgen die Praxiseinsätze ausschließlich in den Zeisigwaldkliniken. Ab dem zweiten Lehrjahr kommen weitere Einsatzbereiche hinzu, darunter die Kinderkrankenpflege und die ambulante Langzeitpflege.

„Die Anforderungen steigen stetig“, berichtet Lauri. „Wir hatten bereits drei Lernblöcke hintereinander – das war intensiv. Aber ich habe hohe Ansprüche an mich und möchte das Niveau unbedingt halten.“

Besonders positiv war für ihn der Einstieg: Bei einer gemeinsamen Kennenlernfahrt mit Aktivitäten wie Wandern und Klettern konnte die Klasse schnell zusammenwachsen.

Lernen mit Unterstützung – und Wiederholung

Während der Praxiseinsätze in den Zeisigwaldkliniken wird Lauri eng betreut. Auf jeder Station stehen Praxisanleiter:innen zur Seite, zusätzlich gibt es sogenannte Schülerverantwortliche als feste Ansprechpersonen für Fragen und Feedback. Gemeinsam werden Krankheitsbilder besprochen, Infusionen vorbereitet, Medikamente erklärt und das immer mit Bezug zum Praxisalltag.

Unsere Praxisanleiter erklären viel und lassen uns Aufgaben immer wieder üben – auch wenn wir sie bereits gut gemacht haben. Nur so wird es zur echten Routine.

Mit Herz, Haltung und Lernbereitschaft

Was Lauri an der Pflege begeistert? Der direkte Kontakt zu Menschen, die Verantwortung – und das Gefühl, mit seiner Arbeit wirklich etwas zu bewirken. „Man muss Lust haben zu lernen – sonst bleibt man schnell auf der Strecke. Aber wer dranbleibt, erlebt, wie erfüllend dieser Beruf sein kann. Die Dankbarkeit der Patientinnen und Patienten ist etwas ganz Besonderes.“

Auch außerhalb der Ausbildung bleibt Lauri engagiert: In seiner Freizeit unterstützt er Vereine bei Veranstaltungen und organisatorischen Aufgaben – für ihn eine Selbstverständlichkeit.

Danke, Lauri – für Deinen Einsatz, Deine Motivation und Deinen Beitrag zur Pflege von morgen.
Wir wünschen Dir auf Deinem weiteren Weg alles Gute!

 

(Das Interview wurde im Juli 2025 geführt.)

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